Sakramentalität der Lebensform. Monastische und Liturgische Theologie in der Praxis des Klosterlebens

Thomas Quartier

Abstract


Was bedeutet Sakramentalität im monastischen Leben? In diesem Beitrag nähern wir uns dieser Frage anhand von Konzepten, die aus der liturgischen und der monastischen Theologie
stammen. Sie dienen einer ‘Wiederentdeckung’ von Sakramentalität in der monastischen
Lebensform und Liturgie. Um die theologische Konzepte mit der heutigen monastischen Praxis
zu verbinden, haben wir Dialoge geführt, in denen Mönche nach ihren Erfahrungen gefragt
wurden. Diese fanden im Rahmen eines Seminars mit internationalen Teilnehmern statt, in dem der Begriff Sakrament theoretisch und experientiell vertieft wurde. Der Feldforschung liegen zwölf Interviews (kollegiale Interviews) und vier Gruppengespräche (Collatio) zugrunde. Es zeigte sich, dass die monastische Lebensform durch die Bereiche Arbeiten, Lernen und Wohnen sakramental verstanden werden kann. Sie ist verantwortlich, offen und frei. Weiterhin hat die monastische Liturgie sakramentale Dimensionen durch die Bereiche Kirche, Tradition und Schöpfung. Die theologische Reflexion trägt zu einer existenziellen Wiederentdeckung von Sakramentalität in Lebensform und Liturgie bei.


Keywords


Klosterliturgie; Liturgische Spiritualität; Lebensform; Sakramentalität; Liturgische Erfahrung

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